Leo XIV. in der Türkei: "Alle Brüder - trotz unterschiedlicher Religionen"
In seiner Ansprache an Präsident Recep Tayyip Erdoğan und das diplomatische Korps des Landes lobte Leo XIV. die historische Rolle der Türkei als Brücke zwischen Ost und West, am Kreuzungspunkt der Religionen und Kulturen.
Er zitierte seinen Vorgänger, Papst Franziskus, mit den Worten, dass die Kriege, die heute die Welt verwüsten, einem "dritten Weltkrieg gleichkommen, der stückweise geführt wird". "Wir erleben jetzt eine Phase, die durch ein erhöhtes Maß an globalen Konflikten gekennzeichnet ist", sagte er. "Wir dürfen dem nicht nachgeben! Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel."
In Bezug auf die Christen in der Türkei, die nach den mörderischen Vertreibungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch eine kleine Minderheit bilden, sagte Leo XIV: "Ich möchte Ihnen versichern, dass die Christen, die Teil der türkischen Identität sind und sich zu ihr bekennen, auch einen positiven Beitrag zur Einheit Ihres Landes leisten wollen."
Außerdem wandte er sich an die politischen Autoritäten zum Thema der Rolle der Frauen in der türkischen Gesellschaft: "Insbesondere die Frauen stellen sich durch ihr Studium und ihre aktive Teilnahme am beruflichen, kulturellen und politischen Leben zunehmend in den Dienst Ihres Landes und seines positiven Einflusses auf der internationalen Bühne."
In seiner Ansprache sagte Erdogan, dass der Frieden in der Region von der Lösung der Palästinenserfrage abhängt, und lobte die "unerschütterliche Haltung" des Vatikans in dieser Angelegenheit. Er fügte hinzu, dass sofortige Schritte unternommen werden müssen, um den Waffenstillstand in Gaza zu stärken und die Zivilbevölkerung zu schützen.
AI-Übersetzung