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Gottes Geschenke erbeuten
Gloria.TV - Katechismus  26/11/2008 12:16:02
Es gibt Mittel und Wege, um dem lieben Gott, die Gnade abzuzwingen.
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Rübezahl  27/11/2008 13:26:23
"Alles" recht, solange wir dabei nur nicht gefährlich nahe an einem übertriebenen Supranaturalismus der Reformatoren landen.

Aristoteles  27/11/2008 13:22:42
Muss mich verabschieden. Letztes Wort meinerseits: Das vielfältige Gnadenwirken Gottes zu bedenken gehört zu den schönsten Kapiteln theologischer Reflexion!

Rübezahl  27/11/2008 13:08:52
(2) --> ja, aber ich gebrauchte die Formulierung innerhalb der Dogmatik und dort in der scholastischen Tradition.

(3) --> "Wir" warten gerne.

(4) --> Sinn der Erklärung?

Schrieb ich selbst doch bei der näheren Erörterung des Lehrsatzes im Zusammenhang dieser Bibelstelle: "der Katholik" und "freiwillig vernachlässigt".

So hat Gott für den Menschen eben das Heil an die Sakramente gebunden, Er selbst ist aber nicht an die Sakramente gebunden.

Daher ist die Gnade und auch der Erhalt des … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 12:59:45
(1) Mittelbar durch die Kirche: Ja.
(2) sittlich richtig und sittlich gut - eine bekannte Unterscheidung im Bereicht der Ethik und Moraltheologie.
(3) Wenn ich die entsprechenden Werke zur Hand hätte, könnte ich vielleicht die von Ihnen gewünschten lehramtlichen Aussagen zitieren.
(4) Die Befolgung Johannesstelle ist offensichtlich nur für Christen heilsnotwendig; und auch dann nur, wenn die Umstände es erlauben. Wie Sie sicher wissen gab es z.B. in Südamerika Indiandergemeinden, die … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 12:54:13
>>Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.<<

Sicher?

>>hre Aussagen bestätigen, dass auch unter theologisch Gebildeten dazu ein gewisser Bedarf zu bestehen scheint. Sonst würden meine Bemerkungen gar keinen Anstoß erregen.<<

naja, ehrlich gesagt habe ich im Gegenteil eigentlich primär nur die Befürchtung, dass eben gerade die "nicht theologisch Gebildeten" hier (unnötig) von Ihren Kommentaren verunsichert werden könnten.

Und zwar konkret aufgrund den Worten … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 12:48:58
>>dass es auch außerordentlich Heilswege gibt<<

... ja, aber: alle NUR "über", also mittelbar durch, die Kirche.

---

>>ist mehr oder minder willkürlich<<

soso.

Mir scheint eher, dass Ihr expliziter Häresievorwurf an eine sententia certa "mehr oder minder willkürlich" gewesen sein musste.

Ich gestehe hier aber zu, dass Sie inhaltlich wohl etwas anderes verstanden unter dem Ausdruck "sittlich gut" als "ich".

Wobei ich persönlich Ihre Unterscheidung zw. "sittlich gut" und "sittlich richtig … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 12:43:03
Zu "Außerdem":

(1) Kirchliche Durckerlaubnis an sich sagt gar nichts. Haben wahrscheinlich sogar die Bücher von Hasenhüttl oder Küng gehabt.

(2) Ich lehne die Aussagen nicht rundweg ab, sondern sage nur, dass missverständlich bleiben, wenn man sie einfach so in den Raum stellt.

(3) Damit leugne ich nicht die Sinnhaftigkeit von K-Aussagen, sondern gebe Anlass ihre Grenzen zu reflektieren.

(4) Ihre Aussagen bestätigen, dass auch unter theologisch Gebildeten dazu ein gewisser Bedarf zu … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 12:37:57
(1) Das Kategorisierung als sententia certa ist mehr oder minder willkürlich. Das gilt vielleicht für einen neuscholastischen Hintergrund. Heute würde das kaum mehr einer unterschreiben. Dem scheint ein Zwei-Stockwerke-Modell von Natur und Gnade zu entsprechen, das sich als problematisch erwiesen hat (vgl. dazu u.a. die Kritik von de Lubac).

(2) Von Augustinus stammt das bekannte Wort, wonach viele, die draußen zu sein scheinen, zur Kirche gehören und umgekehrt.
Außerdem möchte ich an … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 12:34:44
Außerdem:

Wir wollen bei diesen ganzen Diskussionsschwänzen nicht vergessen, dass Sie derjenige sind, der hier überhaupt erst dazu Anlass gibt, nämlich indem Sie einem Kurzkatechismus mit kirchlicher Druckerlaubnis verworfen, dass dort inhaltlich Sachen stünden, die "falsch" sind oder "nur die halbe Wahrheit" aussagen.
Rübezahl  27/11/2008 12:24:22
In Ihrem ersten Absatz vermengen Sie wieder einfach munter drauf los die Begriflichkeiten, man muss dazu also nichts mehr sagen, außer, dass die Unterscheidung von sittlich guten Werken und übernatürlich guten Werken grundlegend ist.

-

>>auch Ott kann irren<<

-> siehe Bedeutung von "sententia certa"

-

Meine Erläuterung zu "hauptsächlich" trifft sogar den Kern des Problems, das sich Ihnen persönlich stellt:

Sie haben wieder nicht unterschieden zwischen Gnade im Allgemeinen und Gnadenstand. [Más]
Aristoteles  27/11/2008 12:08:58
(1) Die Unterscheidung zwischen übernatürlich guten Werken und sittlich guten Werken hat in diesem Zusammenhang keine Bedeutung, weil alle sittlich guten Werke (die also nicht nur sittlich richtig sind, sondern auch aus Liebe getan werden) gewissermaßen auch übernatürlich gute Werke sind.

"Zu jedem HEILSAKT (!) ist die innere übernatürliche Gnade Gottes absolut notwendig."

Jede wirklich gute Tat ist auch ein Heilsakt: Sie ist heilsbedeutsam und von der Gnade getragen.

(2) Auch ein Ott kann … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 12:05:09
Übrigens:

Der Satz:

>>Zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung ist die aktuelle Gnade nicht erforderlich<<

ist - wie von mir aber bereits gekennzeichnet gewesen - "sententia certa".

"sententia (theologice) certa" bedeutet aber keineswegs, dass etwa der Dogmatiker Ott diesen Satz für "sicher halten" würde - nein:

es bedeutet vielmehr, dass eben dieser Satz eine Lehre darstellt, über die sich das kirchliche Lehramt zwar noch nicht endgültig geäußert hat, deren Wahrheit aber durch … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 11:49:15
Anstatt also munter "drauf los zu plappern", dass die von mir zitierte Aussage "härestisch" (!) sei, sollten Sie sich beim nächsten Mal zunächst besser erkundigen.

Und zwar erkundigen wiederum in Bezug auf KORREKTE Formulierungen - und was selbige aussagen und bedeuten.

Genauso, wie Sie "Gnade", "helfende Gnade", "heiligmachende Gnade" und "Gnadenzustand" untereinander vermengen, teilweise undifferenziert mit sich selbst gleichsetzen und dann auch noch jedes davon mit der schwammigen Aussage … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 11:28:55
>>Was heißt "hauptsächlich"? Setzt sich der Gnadenstand durch verschiedene Teilgnaden zusammen?<<

Unlogischer Rückschluss.

1. Ist NICHT vom GnadenSTAND die Rede, sondern von Gnad eim Allgemeinen - aber das verwechseln und vermischen Sie nun schon seit Beginn beider Diskussionen andauern.

2. Insofern hat das mit "Teilgnaden" überhaupt nichts zu tun.
Rübezahl  27/11/2008 11:25:22
>>
(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd.<<

--> ein Zirkelschluss.

Wer sagt denn, ob jmd. in der Liebe lebt oder nicht?

Die Aussage "in der Liebe leben" ist so wunderbar unverbindlich und relativistisch ....

>>Das sagt nur eine häretische Dogmatik. Die Kirche … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 09:48:21
Gemäß dem II. Konzil von Orange, Kanon 6, DH 376

"ist es ein Geschenk der Gnade, dass wir überhaupt gehorsam und demütig sein können" - und "all dies so zu tun vermögen, wie es sein soll".

Man sieht: Die von Ihen konsultierte Dogmatik hat den rechten Glauben unversehens in ihr Gegenteil verkehrt. Wie das leider so oft geschieht!

Beispielsweise kann man sich mit dem Sakramentenempfang auch des Heils in falscher Weise vergewissern wollen. Das hat dann mit Gnade nichts mehr zu tun und ist nur … [Más]
Hase  27/11/2008 09:43:26
Aristoteles  27/11/2008 09:42:07
Ihr Auffassung tendiert gefährlich nahe zu einem Pelagianismus - oder irre ich mich, Rübezahl?
Aristoteles  27/11/2008 09:38:18
Gemäß einem typisch katholischen Heiligen, dem Heiligen Franziskus können wir aus uns selbst nichts Gutes tun (ich zitiere):

"Sollen wir fest davon überzeugt sein, dass nur Laster und Sünden zu uns gehören." NbReg, Kap. XVII, 8.
Aristoteles  27/11/2008 09:32:10
"Die Dogmatik sagt beispielsweise auch (als sententia certa), dass zur Verrichtung einer sittlich guten Handlung die aktuelle Gnade nicht erforderlich ist.
So kann der gefallene Mensch ohne göttliche Gnadenhilfe mit seinen natürlichen Kräften allein sittlich gute Werke tun."

Das sagt nur eine häretische Dogmatik. Die Kirche lehrt vielmehr, dass wir aus eigener Kraft überhaupt nichts Gutes tun können. Man beachte allerdings den Unterschied zw. sittlich richtig und sittlich gut!
Aristoteles  27/11/2008 09:28:02
(1) Was heißt "hauptsächlich"? Setzt sich der Gnadenstand durch verschiedene Teilgnaden zusammen?
Ich halte die Formulierung Pius des X. meinerseits für schwer verständlich.

(2) Die Unterscheidung zwischen helfender und rechtfertigender oder heiligmachender Gnade mag einen gewissen Sinn haben, aber:
Wer in der Liebe lebt, lebt nur in der rechtfertigenden und heiligmachenden Gnade (mit oder ohne sakramentalem Vollzug). Alles andere ist absurd.
Rübezahl  27/11/2008 07:44:02
>>deutlichsten sichtbar und insofern besonders erfahrbar wird<<

Nö, nix "nur" sichtbar und erfahrbar.

Wieder so ein typisch relativerender Ansatz in Bezug auf die ontologische Ebene.

Pius X. formuliert deutlich:

>>Die Gnade wird uns von Gott hauptsächlich durch die heiligen Sakramente verliehen.<<

Eine Sichtbarkeit und Erfahrbarkeit ist hierin - natürlich - überhaupt nicht gemeint.

Eine - falsche - Interpretation Ihrerseits.
Rübezahl  27/11/2008 07:39:43
>>Dies muss unbedingt dazugesagt werden. <<

Bei Ihrem letzten Kommentar müsste man auch wieder ziemlich viele Dinge "dazusagen" ...

Aber Ihre Kommentare stellen ja nur Kommentare dar und nicht wörtliche Ausszüge eines Katechismus, der mit kirchlicher Druckerlaubnis erschienen ist, wie jener, auf welchem diese Serie beruht.

--

So wäre z.B. zu diesem Satz von Ihnen

>>Das "auch und vor allem" bezieht sich darauf, dass es letztlich wichtiger ist, in der Liebe zu bleiben (selbst wenn man die … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 07:19:49
Nachtrag: Pius der X. mag darin Recht haben, dass die Gnade Gottes in den Sakramenten als wirksamen Zeichen am ausdrücklichsten zu Wort kommt, d.h. am deutlichsten sichtbar und insofern besonders erfahrbar wird.
Aristoteles  27/11/2008 07:10:55
Das "auch und vor allem" bezieht sich darauf, dass es letztlich wichtiger ist, in der Liebe zu bleiben (selbst wenn man die Sakramente nicht empfängt), als die Sakramente zu empfangen, aber nicht in der Liebe zu bleiben.

Im ersten Fall kann man gerettet werden, im zweiten Fall nicht.

Man nämlich auch umgekehrt sagen: Der (rechte) Empfang des Sakraments ist (auch) eine Frucht der Gnade.

Der Empfang der Sakramente kann heillos sein, wenn ihm die Liebe nicht vorausgeht und nachfolgt. Dies muss … [Más]
Rübezahl  27/11/2008 06:59:05
>>Gott gibt uns seine Gnade nicht nur durch Sakramente, Sakramentalien und das Gebet, sondern auch und vor allem, wenn wir gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben.<<

Richtig ist, dass Gottes Gnaden auch außerhalb der Sakramente wirken.

Falsch ist jedoch zu sagen, dass die Gnade "vor allem" außerhalb der Sakramente wirken würde.

Der katholische Katechismus richtet sich an Katholiken.

Und für Katholiken gilt ganz … [Más]
Aristoteles  27/11/2008 05:58:29
Die Verbindung von Dominikus und Aristoteles erschließt sich über Thomas.

Thomas wurde von einigen seiner Zeitgenossen (z.B. Bonaventura) als "zu modern" kritisiert, weil er Aristoteles intensiv(er) rezipierte.

Aristoteles steht für: Es steht dem Christen gut an, gründlich und vorurteilsfrei zu denken.

Auf einer Ikonostase auf dem Berg Athos sind Plato und Aristoteles mit Heiligenschein dargestellt - gewissermaßen als vorchristliche Heilige, die unermüdlich nach der Wahrheit geforscht … [Más]
Dominikus  27/11/2008 04:42:11
@Aristoteles (Dominikus)

Schon richtig. Aber die Sakramente … helfen uns ungemein, "gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben."

Auf Ihrem Avatar ist Dominikus zu sehen und nicht Aristoteles. Hat das einen Grund?
Aristoteles  27/11/2008 04:37:04
Zwar nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit:

Gott gibt uns seine Gnade nicht nur durch Sakramente, Sakramentalien und das Gebet, sondern auch und vor allem, wenn wir gut voneinander denken, einander verzeihen, einander Barmherzigkeit erweisen, einander dienen, kurz: einander lieben.
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